Neuer Anforderungsbogen COV-7

Neuer Anforderungsbogen COV-7

Erweiterte diagnostische Möglichkeiten bei Long- oder Post-Covid-Syndrom

 

Hinweis: Auch nach Impfungen können Beschwerden auftreten, die auf ähnlichen Mechanismen beruhen. Die im COV-7-Bogen angebotene Diagnostik kann daher auch hier sinnvoll sein. V.a. virale Reaktivierungen mit anschließenden Stoffwechselveränderungen werden nach Impfungen häufig beobachtet.

Aktuellen Zahlen zufolge entwickeln etwa 5 % der Menschen nach einer Infektion mit der Omikron-Variante des SARS-CoV-2 ein Post-COVID-Syndrom (PCS). Im Falle der Delta-Variante waren es 10-35 %. Die teilweise langanhaltenden Symptome des PCS beinhalten eine ausgeprägte Müdigkeit (Fatigue), Muskel- und Gelenkschmerzen, Belastungsintoleranz und psychische Belastungssymptome (Konzentrations-, Schlafstörungen, Angst, Depressionen usw.).

Neue Forschungsergebnisse deuten v. a. auf zwei zugrundeliegende Entstehungsmechanismen hin, auf reaktivierte virale Infektionen und die Bildung von Autoantikörpern. 30 bzw. 50 % der Patienten sind davon betroffen.

Virale Reaktivierungen: PCS-Reaktivierungsscreen NEU

Die Virusinfektionen beruhen vor allem auf einer Reaktivierung von latenten EBV, CMV, VZV oder Herpes simplex-Viren. Um einen sicheren Nachweis zu ermöglichen ohne jedes Virus einzeln aufwendig testen zu müssen, hat Biovis ein kostengünstiges HHV-Reaktivierungsscreen entwickelt, das Reaktivierungen von EBV, CMV und VZV in einem Ansatz erfasst und damit vermutlich über 90 % aller Reaktivierungen abdeckt. Ist die Diagnose gestellt, kann über mittgelieferte Therapieansätze kausal behandelt werden.

Autoantikörper: PCS-Autoantikörperscreen (ab November verfügbar!)

Für den Nachweis Corona-induzierter Autoantikörper gibt es im Markt bisher keinen Test. Einige Labore bieten zwar einzelne Autoantikörpernachweise an, die aber nicht vollständig sind oder oft nicht im Zusammenhang mit PCS beschrieben wurden. Biovis hat nun zusammen mit einem Diagnostika-Hersteller einen solchen Test entwickelt. Dieses neue, durch klinische Daten eindrucksvoll bestätigte Verfahren, ermöglicht erstmals den Nachweis von 9 PCS-spezifischen Autoantikörpern, die zu Gefäßentzündungen, Gerinnungsstörungen, einer Autoimmunthyreoditis oder einer gestörten Infektabwehr führen können. Der Post-Covid-Autoantikörperscreen ist damit ein neuer molekularer Marker, der als zentraler Bestandteil der Post-Covid-Diagnostik Grundlagen für gezielte Therapieansätze liefert.

Neben den PCS-spezifischen Autoantikörpern können Antikörper auch  gegen weitere nukleäre oder cytoplasmatische Antigene gerichtet sein. Diese ergänzend im ENA-Screen erfassten Autoantikörper sind nicht spezifisch für PCS, sondern treten auch im Zusammenhang mit anderen  Erkrankungen auf. Sie spiegeln zusammen mit dem PCS-Autoantikörper-Screen die mögliche Diversität der Autoantikörperbildungen nach überstandener SARS-CoV2-Infektion wider. Auch die im ENA-Screen erfassten Autoantikörper sind therapierelevant.

Biovis-Konzept: Stoffwechselprofile bei Long- oder Post-COVID NEU

Viralen Reaktivierungen, AAK-Bildungen oder andere ursächliche Faktoren führen zu einer Inflammation, die Ursache von Stoffwechselveränderungen, niedrigen Stresshormonspiegeln oder einer mitochondriale Dysfunktion sein kann.

Will man die Vorgänge im Körper verstehen, braucht man eine diagnostische Herangehensweise, die möglichst viele der o. g. Faktoren erfasst, um Veränderungen erkennen und Therapieansätze ableiten zu können. Im Zentrum der Long-/Post-COVID-Diagnostik bei Biovis stehen, neben dem Nachweis von viralen Reaktivierungen und Autoantikörpern, v. a. Metabolomanalysen, mit denen ganze Stoffwechselwege untersucht werden können, mit allen wichtigen Metaboliten, Vorstufen, Cofaktoren und Enzymaktivitäten. Metabolomuntersuchungen bieten nicht nur mehr Information, sie lassen sich auch sehr günstig erbringen.  Die Kosten liegen bezogen auf die Profilinhalte 70-80 % unter dem bisherigen Preisniveau.

Die Metabolomanalysen im Long-/Post-COVID-Konzept untersuchen  Störungen im Tryptophan-Stoffwechsel, da vermutet wird, dass eine veränderte Tryptophanaufnahme und ein gestörter Tryptophanabbau die Hauptursachen für die Langzeitsymptome bei COVID-19 sein könnten. Erfasst wird auch der  Katecholaminstoffwechsel und damit Störungen bei Stresshormonen und Neurotransmittern, sowie Veränderungen durch chronische Inflammation und Schädigungen der Mitochondrien (z. B. durch Nitrosativen Stress). Aktuelle Daten weisen darauf hin, dass Hyperinflammation und Autoimmunität durch eine präinfektiöse Dysbiose des Darmmikrobioms begünstigt werden. Sie ist typisch für COVID-19-Patienten und korreliert mit dem Schweregrad der Erkrankung. Das angebotene Analyseprofil der Biovis beinhaltet daher auch den Nachweis von bakteriell urämischen Toxinen, mit denen die Mikrobiomveränderungen erkannt und anschließend einer gezielten Darmtherapie zugeführt werden können. Alle diese Untersuchungen erfolgen aus einer Urinprobe!

Long-/Post-COVID-Profile: Basis-, Midi-, Komplett-Profil NEU

Drei zur Auswahl stehende Stoffwechselprofile klären Ursachen, sie beschreiben Folgen für den Organismus und bieten Ansatzpunkte für eine zielgerichtete Therapie. Unser Konzept unterscheidet nach Parametern, die dringend benötigt werden, um die Stoffwechselveränderungen zu verstehen (Basis-Profil), zusätzlichen Parametern, die ein Mehr an Informationen bringen (Midi-Profil) und dem Komplett-Profil, das alle aus unserer Sicht wichtigen stoffwechselrelevanten Fragen abdeckt. Arbeitet man mit dem Basisprofil, werden fehlende Informationen in Befundempfehlungen durch Erfahrungswerte ersetzt. Abzuleitende Mikronährstoffempfehlungen orientieren sich dann an Basisdosierungen. Bei großen Profilen ist das nicht erforderlich, da hier für alle relevanten Parameter Messwerte vorliegen, die Grundlagen für individualisierte, dosisangepasste Therapien sind.

Die Profile G190, F200 und G560 zum Ausschluss differentialdiagnostisch relevanter Erkrankungen können auch über EBM angefordert werden. Das gilt auch für die Profile K251 (EBV-VCA-IgM, EBNA-igG) und D365C (ENA-Screen). Bitte verwenden Sie hierzu jedoch einen getrennten Muster-10 Schein.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Burkhard Schütz

 

 

Hier ein Überblick der wichtigsten Highlights des neuen CoV-7-Anforderungsbogens:

SZ:

PR:

K265C

PCS-Reaktivierungsscreen

Screening auf virale Reaktivierungen Inkl. studienbasierter Therapieansätze

3CPDA/ACDB

139,91 €

160,90 €

D375C

PCS-Autoantikörperscreen

Screening auf 9 PCS-spezifische AAK  nach überstandener Covid-Infektion

S

121,84 €

140,09 €

F640

LC-/PC-Basis-Profil

43 Parameter zur Beurteilung von Katecholamin- und Tryptophan-stoffwechsel, Cofaktoren, Meth-ylierungen, Mitofunktion, Nitro-sativem Stress, FS-Verbrennung und intestinaler Dysbiose inkl. studienbasierter Therapieansätze

2. MU*, S, Hep

244,32 €

280,83 €

F642

LC-/PC-Midi-Profil

60 Parameter. Enthält zusätzl. zum Basis-Profil weitere Cofaktoren u. Mineralien: Folsäure, Zink, Selen, FS (z.B. EPA, DHA) inkl. studienbasierter Therapieansätze

2. MU*, S, Hep, 2 EDTA

348,26 €

400,50 €

F644

LC-/PC-Komplett-Profil

67 Parameter. Enthält zusätzl. zum Midi-Profil Cortisol-DHEA-Tagesprofil, GABA, Glutamat inkl. studienbasiert. Therapien

2. MU*, S, Hep, 2 EDTA, Speichel**              *Testset 928; ** Testset Bio1
 

499,21 €

574,10 €